Der 1.FC Köln bei 1860 München: Eine Analyse drinnen und draußen.

München ist eine schöne Stadt.

Genau das dachten wir uns, als wir uns entschlossen, den großen 1.FC Köln bei seiner Auswärtsaufgabe in München zu unterstützen.

Schön sind an München aus meiner Sicht die vielen Grünflächen, der ausgeprägte Altbaubestand, die Sauberkeit und natürlich die Biergärten. Zum Themenkomplex “Biergärten” aber später mehr.

Zunächst zum Ergebnis: Wir sind so gut wie aufgestiegen. Wir sollten unsere Energie ab sofort nicht mehr für kölsche Sorgen, sondern für die Planung der Aufstiegsfeierlichkeiten einsetzen.

Zum Spiel: Das Spiel bestätigte meine Einschätzung über zwei neue Spieler beim FC, die Jörg Schmadtke wo auch immer hergeholt hat (der Vollständigkeit halber: Senshu University und Brann Bergen). In Japan scheint eine wirklich gute Jugendarbeit gemacht zu werden, wenn man sich die Fülle technisch versierter Spieler anguckt, die allein in Deutschland spielen. Einen jungen Spieler (Ka-zu-ki Na-ka-sa-wa) ablösefrei von einer japanischen Universitätsmannschaft zu verpflichten ist o.k. und relativ risikolos; wenn dieser aber eine Fülle überragender Szenen hat und über weite Strecken der auffälligste Spieler ist, muss man sagen: Respekt, Herr Schmadtke!

Und beim Norweger Finne ist klar: Der hat ziemlich viel Talent und jetzt auch das erste Mal getroffen; er ist mehr als ein “Perspektivspieler”.

Wie Jörg Schmadtke das indes macht, bleibt ein Rätsel. Der Helmes-Transfer? Nachvollziehbar, aber in der Umsetzung für den klammen 1.FC Köln ungewöhnlich und beinahe genial. Aber wie es Jörg Schmadtke fertig bringt, erst in Aachen und dann in Hannover zwei Mannschaften bis in den europäischen Fußball zu hieven und das mit Spielern, die bis zur Verpflichtung keiner kannte oder haben wollte? Ein Wahnsinn.

Es kann nur eine Lösung geben: Die GJSD. Die geheime Jörg Schmadkte Datenbank, gepflegt von einer weltweit zerstreuten, 1.000 köpfigen, sektenähnlichen Gruppe ehrenamtlicher Scouts. Ich sage nur: Senshu University.

Am Samstag gab es drei weitere Erkenntnisse:

1. Die erste Halbzeit war zum Vergessen; in der 1.Liga hätte der FC mindestens zwei Gegentore kassiert.

2. Die zweite Halbzeit war – bis auf den Torabschluss, aber das kennen wir ja – schlichtweg überragend.

3. Was die Kölner Fans (also die Riesengruppe derer, die sich vorbildlich verhält) in München abgeliefert haben, war mindestens erstklassig. Das von Europa will ja niemand hören.

Rot und weiss und viel Beton: Der Effzeh bei 1860 München. Quelle: aufstieg2014.de

Und zum Thema Biergarten nur so viel: Ich habe unwahrscheinlich viel gelernt in den 2 sonnigen Tagen in München (Im Gegensatz zum @koelle_fornia bin ich nicht verantwortungslos in Köln geblieben): Man ist zur Brezn Obatzda. Man muss sich im Hirschgarten die Bierkrüge selber aus dem Regal holen. Man reagiert souverän, wenn eine ältere Dame anbietet, einem das Gesicht zur Biene zu schminken. Und Augustiner aus 100 Liter Holzfässern ist ein Traum.

Seit fast 700 Jahren der Traum aller Durstigen: Augustiner-Bräu. Quelle: aufstieg2014.de

Samstag dann bitte nochmal 3 Punkte gegen Bielefeld nachlegen. Und ab dann für die Aufstiegsfeier ausruhen. Effzeh!

 

 

Ein Gedanke zu „Der 1.FC Köln bei 1860 München: Eine Analyse drinnen und draußen.

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